Aktuelles

28.08.2019

Politik setzt sich für die Entwicklung des Büsumer Hafens ein

Die Mitglieder der schleswig-holsteinischen Regierungskoalition setzen sich für die weitere Entwicklung des Büsumer Hafens ein. „Wir setzen damit einen Baustein des Koalitionsvertrages um, der festschreibt, dass das Land seine Verantwortung für die eigenen Häfen an der Westküste wahrnimmt. Die Vorhaben müssen aber in Zukunft noch schneller umgesetzt werden“, sagte der Dithmarscher Landtagsabgeordnete Volker Nielsen am Rande eines Besuchs des Fraktionsarbeitskreises Wirtschaft und Verkehr von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP in Büsum.

Hafenmeister Jan Lembser informierte die Politiker über die erfolgreiche Entwicklung des Hafens im vergangenen Jahr und ging dabei vor allem auf die gestiegenen Umschlagszahlen ein. Insgesamt wurden 173.092 Tonnen Güter umgeschlagen (plus 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), darunter Massengüter wie zum Beispiel Seekies und Tierfutter, aber auch Kabel und extrem schwere Transformatoren. Obwohl die Tonnage stieg, ging die Anzahl der Schiffe zurück: Der Grund: Auch die Größe der Schiffe, die den Büsumer Hafen anlaufen, steigt an. Für die heimische Fischwirtschaft wünscht sich Jan Lembser zehn weitere Liegeplätze, damit möglichst alle Kutter einen eigenen Liegeplatz bekommen, auch wenn fremde Schiffe im Hafen liegen.

Die Fischerei liegt auch Hafenmoderator Jens Korte am Herzen. Er verwies in seinen Ausführungen auf ein Problem, das nur die Politik lösen kann: Fischer, die ihren alten Kutter verkaufen wollen, müssen vom Erlös 50 Prozent Steuern an den Bund abführen. Damit fehlt es den Eignern an ausreichend Eigenkapital, um neue Schiffe zu kaufen. „Das führt nicht nur zu einer überalterten Flotte, auch der der Nachwuchs bleibt angesichts mangelnder Perspektiven aus“, erläuterte Jens Korte. Die Lösung des Problems ist hingegen ganz einfach: Die Seeschifffahrt müsste steuerlich nur so behandelt werden wie die Binnenschifffahrt, die dieses Problem nicht kennt.

Johann Stöfen vom Landhandel und Kraftfutterhersteller Stöfen, der über 80 Prozent des Güterumschlags im Büsumer Hafen generiert, erklärte die Herausforderungen aus der Sicht eines Agrarlogistikers. Dabei gelte es vor allem, Massengut, insbesondere Düngemittel, Getreide und Futtermittel schnell umzuschlagen. Da die Schiffe immer größer werden, müssen die Anlagen in Büsum mitwachsen. Als Lösung des Problems schlug Jan Stöfen vor, die Kaimauer der Ostmole möglichst zeitnah zu ertüchtigen und zu sanieren. „Wir haben hier einen Hafen, der auch für Schiffe mit größerem Tiefgang geeignet ist. Wenn dieser Teil des Hafens instandgesetzt wird, haben wir eine gute Perspektive in Büsum“, so der Unternehmer aus Wesselburen.

Nach einem Hafenrundgang waren die Politiker zu Gast beim Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Institutsleiterin Prof. Dr. Ursula Siebert erläuterte die Arbeit der Wissenschaftler am Standort Büsum. Die Forscher sind unter anderem für alle Totfunduntersuchungen der maritimen Säuger zuständig und beschäftigen sich mit Themen rund um Artenvielfalt und Nachhaltigkeit von Lebewesen im Meer.

19.07.2019

Gemeinde Büsum lässt Bedarf einer weiteren Slipanlage prüfen

Die Gemeinde Büsum hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um den Bedarf einer weiteren Slipanlage im Büsumer Hafen feststellen zu lassen. Als Sieger aus dem Ausschreibungsverfahren ging das Ingenieurbüro ITT Port Consult GmbH, unter Leitung von Dipl. Ing. Thees Thiel, hervor. Das Büro mit Sitz in Laboe wird den Markt der Werftkapazitäten
an der Nordseeküste analysieren und der Gemeinde auf dieser Grundlage Vorschläge unterbreiten, wie eine bedarfsgerechte Realisierung einer Slipbeziehungsweise Schiffshebeanlage in Büsum aussehen könnte. Auch die zu erwartenden Kosten sollen im Rahmen der Studie ermittelt werden. Das Ergebnis der Studie wird bis Ende September erwartet. Wir werden Sie auf dieser Seite über den weiteren Verlauf informieren.

11.06.2019

Wirtschaft soll bei der Entwicklung der Zukunft des Büsumer Hafens mit ins Boot geholt werden

Büsums Hafenmoderator Jens Korte informierte Unternehmer über das im Aufbau befindliche Hafenentwicklungskonzept.

Die regionalen Betriebe sollen bei der Weiterentwicklung des landeseigenen Büsumer Hafens mit „an Bord“ sein. „Wir setzen darauf, dass sich die im Hafen beheimateten Unternehmen aktiv bei der Erstellung des Hafenentwicklungskonzeptes einbringen. Die unternehmerischen Pläne können so in dem langfristig angelegten Konzept berücksichtigt und damit der Bedarf an Hafeninfrastruktur und Flächen ermittelt werden“, erläuterte Hafenmoderator Jens Korte den Unternehmern während einer Veranstaltung im Büsumer Museum am Meer. Die wichtigsten Ziele des Vorhabens seien die langfristige Erhaltung des Fischereihafens, die Optimierung der Infrastruktur und eine Steigerung der Attraktivität.

Am Beispiel einer neuen Slip-/Schiffshebeanlage verdeutlichte der egeb-Wirtschaftsförderer, an welchen Stellschrauben noch gedreht werden kann. Nach der Schließung des Hafens Friedrichskoog müssen die heimischen Krabbenkutter oft Wege bis zu 175 Seemeilen für eine Reparatur zurücklegen, da die Kapazitäten der Büsumer Unternehmen ausgeschöpft sind. So sind nach einer aktuellen Abfrage zwischen 2016 und 2019 3,5 Millionen Euro Reparaturkosten an Werftbetriebe außerhalb Dithmarschens geflossen. Daher wird jetzt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die prüfen soll, ob sich eine weitere Slipanlage in Büsum lohnt, um die Reparaturkapazitäten deutlich zu erhöhen.

Grundsätzlich sieht der Hafenmoderator große Chancen für die regionalen Unternehmen. Er will zunächst einen Ist-Zustand darstellen, also welche Betriebe bereits im und rund um den Hafen tätig sind und dann die entsprechenden Bedarfe ermitteln. Das Ergebnis fließt dann in Bebauungspläne und Vorhaben des Landes Schleswig-Holstein mit ein. „Wir schaffen damit ein gutes Stück Rechts- und Planungssicherheit, die nun einmal nötig ist, wenn es zu weiteren privatwirtschaftlichen Investitionen im Hafengebiet kommen soll“, erklärte Jens Korte.

Hafenmeister Jan Lembser stellte anschließend die neuesten Entwicklungen beim größten Fischereihafen der schleswig-holsteinischen Nordseeküste vor. Neben dem reinen Zahlenwerk ging er auch auf besondere Ereignisse im abgelaufenen Jahr ein. So wurden mit einem Sonderfahrzeug tonnenschwere Transformatoren von der See auf die Straße verladen. Auch große Kabelleger sowie eine kleine Flotte der britischen Marine im Jahr 2017 sorgten nicht nur für Umsatz, sondern galten auch als Touristenattraktion. „Dabei gab es ganz konkrete Vorteile für Beherbergungsbetriebe undLadengeschäfte vor Ort, denn die Besatzungen waren zum Teil in Büsum untergebracht und deckten sich bei den heimischen Supermärkten mit Proviant ein“, berichtete Jan Lembser.

09.05.2019

Büsum soll zu einem wichtigen Umschlagplatz für Kies werden

Zufriedene Gesichter nach der Unterzeichnung der Erklärung (v. li.): Tom Brodersen, Olaf Timm und Hafenmoderator Jens Korte

Die Entwicklung des Büsumer Hafens geht zügig voran. Als jüngstes Projekt ist die regelmäßige Anlandung von Seekies für die Bauwirtschaft beabsichtigt. Dabei soll eine Fläche von 6000 Quadratmeter für den Umschlag des Schüttguts genutzt werden. In der Folge soll der Kies aufbereitet und im Tief,- Straßen- und Hochbau verwendet werden. Das zumindest sieht eine Kooperationsabsicht vor, die Tom Brodersen von der Wilhelm E. F. Schmid GmbH, Husum, und Olaf Timm von der Otto Timm Kies- und Grandgruben, Fuhrunternehmen GmbH & Co KG, Nindorf, im Forschungs- und Technologiezentrum mariCUBE unterzeichneten. (mehr …)

03.04.2019

Auftaktveranstaltung des Standortmanagements am 1. April im Watt´n Hus

Freuten sich über den gelungenen Auftakt für die neue Hafenmoderation (v. li.): egeb-Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau, Dr. Peter Breckling vom Deutschen Fischerei-Verband, Büsums Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje, Jens Korte (egeb), Dr. Steffen Lüsse vom Landeswirtschaftsministerium und Hafenmeister Jan Lembser.

Auftakt nach Maß für das Standortmanagement / egeb-Wirschafts­förderer Jens Korte moderiert Weg zu einem neuen Hafenentwicklungskonzept

Fischerei, Wirtschaft, Handel, Handwerk, Tourismus und Naturschutz – in diesem Spannungsfeld soll ein neues Hafenentwicklungskonzept für den Büsumer Hafen entstehen. Damit der Weg zum Konzept und dessen geplanter Umsetzung ab Mitte 2020 nicht zu steinig wird, haben die egeb: Wirtschaftsförderung und die Gemeinde einen Hafenmoderator eingesetzt. Jens Korte wird die Entwicklung aktiv begleiten und die Gespräche der Beteiligten moderieren. „Es geht darum, die Interessen aller Akteure gemeinsam in Gesprächen und Workshops aufzunehmen. Daraus soll ein zukunftsweisendes Entwicklungskonzept erarbeitet und im Idealfall vieles davon auch umgesetzt werden – keine einfache Aufgabe, aber mit Offenheit, Vertrauen und dem gemeinsamen Wunsch nach neuen und innovativen Ideen durchaus realistisch.“, erklärte egeb-Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau am Rande der Auftaktveranstaltung im Freizeit- und Informationszentrum „Watt’n Hus“. (mehr …)